September 2009

3.000 Euro für "bürgerschaftlichen Lernort"
Bürgerstiftung für die Region Mosbach unterstützt ehrenamtliche Arbeit der KZ-Gedenkstätte

Mosbach. Mehr als 20 000 Besucher nahmen bisher die Informations- und Bildungsangebote des Vereins KZ-Gedenkstätte Neckarelz in Anspruch. Seit mehr als zehn Jahren leisten dort Ehrenamtliche vorbildliche Arbeit gegen das Veschweigen, Vergessen und Verdrängen von NS-Vergangenheit: als Träger der KZ-Gedenkstätte, durch Pflege des Kontakts zu Zeitzeugen und deren Familien, durch Ausrichtung von Veranstaltungen und durch Aufklärung zu Gefahren von Rechtsextremismus, Rassismus und antidemokratischen Bestrebungen.

Die Bürgerstiftung für die Region Mosbach unterstützt das Projekt „Umbau der ehemaligen Comenius-Schule zur neuen KZ-Gedenkstätte", wo ein „bürgerschaftlicher Lernort als Zentrum eines lokalen Netzwerkes mit europäischer Ausstrahlung" entsteht, mit einer Spende in Höhe von 3 000 EUR. Dorothee Roos, Vereins Vorsitzende, freut sich über die Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit, die mit dieser willkommenen „Finanzspritze" verbunden ist. „Bei diesem Umbauprojekt teilt sich der Verein die Bauherrschaft mit der Stadt Mosbach", erläutert sie. Hierbei zeichnet der Verein u. a. verantwortlich für das Erdgeschoss, die Museografie und die Inneneinrichtung. „Wir schultern die Aufgaben, wo immer möglich in Eigenabeit, die Organisation und die Bauleitung erfolgen ebenso ehrenamtlich - eine Herausforderung, bei der wir Unterstützung gut brauchen können", führt sie we­iter aus und weist auf den Internetauftritt unter www.kz-denk-neckarelz.de hin.


Für das Bauprojekt des Vereins KZ Gedenkstätte Neckarelz übergaben Vertreter der Bürgerstiftung für die Region Mosbach eine Spende über 3000 Euro. Von links: Marco Garcia, Erich Dambach (beide Bürgerstiftung), Bernhard Edin, Dorothee Roos und Hans-Peter Haas (Verein KZ-Ge­denkstätte Neckarelz) und Wolfram Ebel (Bürgerstiftung) vor dem umzubauenden Gebäude.